Mascha Kaléko, geboren in Galizien, aufgewachsen und als lyrische Dichterin tätig in Berlin musste als Jüdin unter dem Nationalsozialismus Berlin verlassen. Sie emigrierte mit ihrem Mann Chemjo Vinaver und dem kleinen Sohn Steven nach Amerika. Der Sohn blieb in Amerika, als die Eltern 1959 nach Jerusalem gingen. Ihr Mann ist dort 1973 gestorben, sie im Januar 1975 in Zürich, wo sie auch auf dem jüdischen Friedhof begraben ist. Die ganz grosse Tragödie in ihrem und im Leben ihres Mannes ist, dass der Sohn 1968 im Alter von 31 Jahren stirbt, was beide nie überwinden konnten. Sie sind völlig daran zerbrochen.
Mascha Kaléko ist eine der bekanntesten deutsch-sprachigen Lyrikerinnen. Die Stuttgarten Zeitung charakterisierte sie als heitere Trösterin, als dunkle Verständige und Lebenskünstlerin.
(Beitrag von Luise Jochims)

Hier zu 4 Gedichten (von Louise Jochims besonders ausgewählt) und zu weiteren Beiträgen aus M. Kalekos Buch: "Sei klug und halte Dich an Wunder"